Ideenwerkstatt Schlaganfall durchgeführt

Unterstützung durch Fachgesellschaften

Schlaganfallmedizin 3.0: Ideenwerkstatt des Klinikums Dortmund ist erfolgreich gestartet

Die Neurologische Klinik im Klinikum Dortmund hatte Schlaganfallmediziner*innen aus ganz Deutschland am 15. und 16. März 2019 zu dem neuen Veranstaltungsformat in die Westfalenhallen eingeladen und konnte sich über eine sehr positive Resonanz von knapp 100 Teilnehmer*innen aus dem ganzen Bundesgebiet freuen. Organisiert von der MedEcon Ruhr und in Zusammenarbeit mit dem Neurovaskulären Netz Ruhr wurde ein Erfahrungsaustausch angeregt, bei dem den Teilnehmer*innen viel Raum zur Diskussion gegeben wurde.

Nach einführenden Grußworten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (Prof. Berlit), der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (Prof. Grau) und der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe (Dr. Brinkmeier) nahmen die Teilnehmer*innen das offene Format dankend an und diskutierten über aktuelle Entwicklungen und Herausforderung in der Schlaganfallmedizin.

Neben den für jede Stroke Unit relevanten Fragen nach der Verkürzung der Zeit bis zur Lysetherapie, dem richtigen Einsatz der Thrombektomie und der bestmöglichen, individuellen Medikationen wurden vor allem auch die aktuell hoch relevanten Fragen der Netzwerkbildung diskutiert. Wie können die hohen Anforderungen an die Zertifizierung der Neurovaskulären Netzwerke erfüllt werden, wie arbeitet das koordinierende Zentrum mit den umliegenden Stroke Units am besten zusammen, werden die Patient*innen zum Zentrum gebracht oder ist es besser, z.B. die Neuroradiolog*innen in die periphere Stroke Unit zu fahren bzw. zu fliegen.

Viele Fragen, für die es nicht immer eine Patentlösung gab, sondern die von den regionalen Zuschnitten und Möglichkeiten abhängen. Dies macht den Austausch zwischen Expert*innen aus allen Versorgungsebenen so wertvoll und bestärkt die Verantwortlichen G. Reimann und Prof. Dr. J. Eyding bei den Überlegungen zur Fortsetzung der Veranstaltung in den Folgejahren.